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Geschichte des Hospitals in Worawora - Ghana

Ein Krankenhaus in Ghana und seine Geschichte

Worawora ist ein kleiner Ort in Ghana in der Nähe des Volta-Stausees, ca. 280 km nördlich der Hauptstadt Accra. Als Zentrum für den Kakaoanbau war das Städtchen eine Zeit lang relativ wohlhabend, aber es mangelte an einer ausreichenden Gesundheitsversorgung; die Kindersterblichkeit lag über 80%.

1951 schickte die Evang. Kirche den Missions­arzt Dr. Christfried Döring nach Worawora, um dort ein Krankenhaus aufzubauen. Anfangs musste er in einem kleinen Gehöft aus Lehmhütten arbeiten, aber mit Hilfe der Bevölkerung wurde bald ein erstes Gebäude errichtet. Nun beteiligte sich auch die Regierung.

Nach den Plänen von Dr. Döring entstand bis 1956 ein Krankenhaus mit 100 Betten, - damals das modernste in Ghana. Das Hospital war mit den besten Geräten aus aller Welt bestückt, hatte eine eigene Stromversorgung, fließend Wasser und eine Kanalisation.

In den 60er Jahren veränderte sich die wirtschaftliche Situation in Ghana dramatisch; fallende Weltmarktpreise für Kakao, aber auch das Abbrennen des Regenwaldes brachten den Kakaoanbau fast ganz zum Erliegen, - die Gegend verarmte, das inwischen von der Regierung übernommene Krankenhaus verfiel.

Anfang 1993 erhielt die Kirche das Hospital zurück. Aber auch hier fehlte es an Geld für eine Renovierung. Unter schwierigsten Bedingungen versorgten die Ärzte ihre Patienten. Es fehlte an allem: an Instrumen­ten, Geräten, an Wasser und Strom.

In dieser Situation besuchte Dr. Döring Worawora. Vom Zustand des Hospitals entsetzt, richtete er ein Spendenkonto ein. Sein Sohn Christfried, ein pensionierter Ingenieur, begann 1996 mit ersten Repara­turen: der Brunnen wurde saniert, Wasserleitungen ersetzt, Toiletten und Waschbecken ausgetauscht.

Von Deutschland aus begann Christfried Döring junior fortan, Freunde und ehemalige Arbeitskollegen zu mobilisieren. Er schrieb an Firmen und die Bundeswehr und sammelte Spenden und Ausrüstungs­gegenstände für das Krankenhaus in Worawora.

Erste Hilfe für das Hospital

Das Engagement Dörings zeigte bald erste Erfolge: er bekam u.a. Operationsbestecke, Betten, Decken, sogar ein Ultraschallgerät und einen gynäkologischen Stuhl.

Einiges musste aber auch mit Hilfe der Spenden gekauft werden: Laborgeräte, ein Notstrom­generator für die Wasserpumpe, eine Solar­anlage für die Blutbank. Mehrfach im Jahr fährt Christfried Döring nach Worawora, um die Geräte aufzubauen sowie die Mitarbeiter in die Bedienung und Wartung einzuweisen. Aber immer wieder tauchen technische Schwierig­keiten auf, die der erfahrene Ingenieur mit Improvisationstalent und Geduld meistern hilft. Darüber hinaus gilt es, langfristige Lösungen zu entwickeln, die das Krankenhaus finanziell unabhängiger machen.

In den nächsten Jahren steht die Sanierung der maroden Gebäude dringend an; viele Dächer sind undicht, die Türen schließen nicht mehr und die Moskitogaze haben Löcher. Hierfür braucht das Krankenhaus in Worawora noch viel Unterstützung aus Deutschland.

Es gibt noch viel zu tun.
Bitte, helfen Sie mit!

Eine ausführlichere Geschichte von Herrn Dr. Döring selbst für Menschen mit mehr Zeit haben wir auch für Sie!

© 2004 by Christfried Döring, Björn Reimer

$RCSfile: index.shtml,v $: $Revision: 1.2 $ erstellt von $Author: bnreimer $ am $Date: 2004/11/28 17:39:15 $

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